Suchmaschine Google hat wieder eine neue Studie im offiziellen Google-Blog veröffentlicht. Die Eye-Tracking-Studie untersucht das Suchverhältnis von Probanden bei der Verwendung der Bildsuchmaschine von Google. Bei der Studie wurde festgestellt, dass Suchende das jeweilige Ergebnisse zu einem bestimmten Suchbegriff in weniger als einer Sekunde visuell ab scannt und unterbewusst Entscheidungen trifft, welches aufgelistet Ergebnis relevant ist. Diese Vorgehensweise ist nicht wirklich eine wesentlich neue Erkenntnis der Wissenschaft, doch Google möchte mit ihren Eye-Tracking-Geräten genau diese Zeitspanne der Entscheidung des Suchenden genauer analysieren und auswerten. Mit Hilfe dieser gewonnen Daten lassen sich neue mögliche Rückschlüsse ziehen, welche helfen können das Ranking der Suchmaschinen zu optimieren. Eine Art Interface-Optimerung für die Google-Suchergebnisseite!
Im oberen Video wird das Verhalten der Augen eines Suchenden gezeigt. Je länger der Nutzer auf eine bestimmte Stelle schaut, umso größer wird der rote Punk. Sehr schön ist dabei zu sehen, dass der Nutzer erst auf das erste Ergebnis reagiert. Dabei wird nicht die Überschrift oder die Beschreibung als erstes betrachtet, sondern die Ziel URL der Webseite (grün). Danach wandert formlich das Auge zu den aufgelisteten Sitelinks und später zum zweiten und dritten Ergebnis. Ohne die zweite und dritte Position genauer zu betrachten, wird scheinbar der Nutzer von den unteren vier Bildern abgelenkt (nicht direkt) und fixiert eher bestimmte Schlagwörter im Titel.

Mit Hilfe der Eye Tracking Studie veröffentlichte Google auch eine neue Heatmap, welche die Aktivität bei der Suche in den SERPs wiederspiegelt. Für diese Untersuchung standen 34 Teilnehmer zur Verfügung, welche hinsichtlich ihres Verhaltens beim Suchen bei Google analysiert worden sind. Sehr interessant sind die veröffentlichten Bilder, welche die unterschiedlichen Verhaltensweisen bei der Verwendung mit und ohne Thumbnails darstellt. Auch die Verwendung von Werbeflächen welche von AdWords gestellt wird, ist sehr interessant zu betrachten, nach wie vielen Reaktionen des Auges erst auf die Werbung reagiert wird.
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Kommentare: 11 Kommentare
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Tags: eya-tracking, google, ranking-faktoren, studie
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Moritz
6.Februar.2009 um 23:29
Das wirft aber eigentlich ein schlechtes Bild auf die Werbung auf der rechten Seite. Wird ja kaum mit einbezogen in das Überfliegen der Suchergebnisse.
TG
8.Februar.2009 um 08:03
@Moritz
Es kursiert doch auch noch eine etwas ältere Eyetrackingstudie im Web. Da sieht man aber deutlich, dass auch die Anzeigen auf der rechten Seite (hauptsächlich die oberen) angeschaut werden.
Googles Studie zum Eye Tracking - Bibliothekarisch.de -
8.Februar.2009 um 22:32
[...] Kerry: Eye-tracking studies: more than meets the eye im Official Google Blog Neumann, Paul: Neue Google Eye Tracking Studie via blogtopf.de Neumann, Paul: Google Suchverhalten – Eye-Tracking via [...]
Michael Dunker
9.Februar.2009 um 13:22
Sehr interessant. Nur leider ist die Fallzahl ja so elend klein. Spannend wird es bei der nächsten großen Studie.
Rene
20.Februar.2009 um 10:04
Da fragt man sich doch, was die Werbung eigentlich bringen soll wenn keiner hinschaut. Ich kann mir das gar nicht vorstellen und bin auch auf die nächste Studie gespannt.
Shyh-Horng Chen
15.Juni.2009 um 13:56
Sehr interessante Studie,
also die Klickraten der Werbungen zeigen, dass diese durchaus wahrgenommen werden.
Trotzdem stellt sich dann natürlich die Frage, ob und wie bewusst diese Seiten geöffnet werden.
Die Sinnhaftigkeit muss dann jede Firma für sich bewerten.
BlogTopf.de
17.Juni.2009 um 11:07
Bing Eyetracking-Studie…
Die neue Suchmaschine Bing ist in aller Munde, nahezu auf jeder größeren Webseite findet man Informationen zur neuen Microsoft-Suchmaschine Bing. Doch wie kommt die Suchmaschine bei den Nutzern an? Das Marktforschungsunternehmen Usercentric…
Frank Liebeskind
25.Juni.2009 um 00:06
Zu Moritz,
“Das wirft aber eigentlich ein schlechtes Bild auf die Werbung auf der rechten Seite. Wird ja kaum mit einbezogen in das Überfliegen der Suchergebnisse.”
Dies hat einen ganz bestimmten Grund, den ich dir gerne mit einer gegenfrage beantworten möchte.
Wann hast du das letzte mal eine Zeitung von rechts nach links gelesen?
Wenn Google die Adwords LINKS positionieren würde, sähe die Analyse mit angrenzender Sicherheit auch ganz anders aus.
Eigentlich ganz einfach oder?
Imre
20.März.2010 um 11:55
@Frank Liebeskind: Das mag wohl stimmen, trotzdem sehen sich die Leser meistens die rechte (!) Seite einer Zeitung als erstes, und erst dann die linke. Deshalb ist meines Wissens nach auf der rechten Seite die Werbung in Zeitungen etwas teurer.
Warum bei einer Google-Suche nur wenige Leute die rechten Anzeigen lesen ist klar: Sie suchen etwas, und da sie wissen, dass die Suchtreffer links in der Liste zu sehen sein werden (oder sind), konzentrieren sie sich natürlich fast nur auf die linke Seite von Google.
Bye: Imre
Tipps4Twicks: Rechtschreibung, Teil 1 | Twick.it-Blog
22.März.2010 um 23:29
[...] schnellen Überfliegen von Texten nach einem bestimmten Wort suchen (auch Scannen genannt), wie Eyetracking-Studien gezeigt haben. Wenn es zu einem Thema viele Twicks gibt, hast du also bessere Chancen bemerkt zu [...]
Cornelia Dahmen | Immo Pro-online
9.August.2010 um 22:10
Verfolge gerade die Diskussionen zur etwas älteren Eyetracking-Studie. Interessant bleibt sie allemal, da die Facbook-Studio ähnliche Ergbenisse meiner Meinung nach wiederspiegelt.
Die Ergebnisse spiegeln dies aber vor allem in Deutschland auf denWebseiten nicht wieder. Hier ist läuft uns die USA mal wieder den Rang ab.
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